27 Februar | Estonian Wedding Trip 24.-26.02. | | Es ging mal wieder auf Reise. Diesmal führte mich der Trip mit den Erasmuslern der TTÜ in den Nord-Osten (Ida-Virumaa) des Landes, d.h. in meine Lieblingsgegend!!! Immer weiter Richtung Russland, wo es sehr viel Industrie gibt und eher ned ganz so schön ist! Aber egal, der Trip stand nämlich unter dem Motto : traditionelle estnische Hochzeit!
Nachdem wir mit dem Bus Richtung Jägala (größter Wasserfall Estlands) aufgebrochen waren, musste einjeder sich vorstellen und sagen warum er gerne Braut/Bräutigam wäre. Danach gab es dann eine geheime Wahl und unser couple für die Hochzeit stand shcließlich fest! Es waren Ina (Deutschland) und Arnaud (Frankreich)! Herzlichen Glückwunsch!
Wir besuchten den größten Wasserfall Estlands, aber ich war Gott sei Dank schon mal vorher dort (siehe auch Besuch von Frank und Susi), denn so in der Dunkelheit ist es eher nicht so gut ein unbeleuchtetes Naturereignis zu besichtigen!
Dann ging es weiter nach Rakvere. Dort verbrachten wir die erste Nacht in einem Gästehaus! Ich war mit den Ösis-Mädels (Kathi, Doris und Susi) in einem Zimmer untergebracht! Gute Wahl, zur Verbesserung der guten nachbarschaftlichen Beziehungen kann das nur förderlich sein! Für den Abend standen die Junggesellen-Abschieds-Partys auf dem Programm! Dazu zogen die Jungs und Mädels erst mal getrennt los. Ina bzw. Arnaud wurde dazu erst mal ein bisschen verschönert, neu eingekleidet und angemalt! Dann ging es los in die City, wo einige Aufgaben und Spielchen auf uns warteten. Ina musste Küsse verkaufen, jede Menge Wodka trinken und dergleichen, aber das kennt ihr ja alles! Später haben wir uns dann wieder mit den Jungs getroffen, die anscheinend auch jede Menge Spaß hatten. Wir sollten dann gemeinsam in den einen der 2 Nightclubs in Rakvere gehen, aber als wir dort ankamen, hatte ich nicht besonders viel Lust darein zu gehen (Techno ist halt nun mal nicht meine Musik)! Gott sei Dank hatten einige andere auch keine Lust, wir sind dann noch mal auf ein Getränk zurück in die wohl einzigste Kneipe der Stadt gegangen und trafen dort noch einige andere von uns an! Schließlich sind wir zurück in unser Quartier, um dort noch eine kleine Afterparty zu feiern. Antti und Teemu, die 2 Finnen spielten ordentlich eins mit der Gitarre auf und wir sangen dazu. Bei Bier und Wasserpfeife war das wirklich besser als der Nightclub. Nach und nach gesellten sich immer mehr Leute zu uns. Ich bin dann als eine der ersten so gegen 3-3.30 ins Bett gegangen! War wirklich fertig, da ich ja die Nacht zuvor nicht geschlafen hatte, wegen dem Independence day! Aber die Party ging dann ohne mich noch recht lang weiter, irgendwann kam dann auch Ina, die Braut zurück. Offensichtlich recht betrunken, na war ja auch ihr letzter Abend in Freiheit. Auch der Bräutigam schien das noch mal ordentlich ausgenutzt zu haben in Nightclub, wie mir am nächsten Tag berichtet wurde!
Am nächsten Morgen, nach einem etwas chaotischen Frühstück auf dem Korridor, ging es dann weiter nach Kohtla-Nõmme in das Underground-mining-musuem! Dort gab es eine Einführung in den Untertage Abbau von Ölschiefer. Wir wurden dann mit Helmen, Jacken und Bergbaulampen ausgestattet und gingen unter Tage. Wir fuhren mit diesen kleinen Grubenzügen und hatten unseren Spaß beim Bohren von Löchern in die Schieferwände. Nach einem Mittagessen (natürlich Kartoffeln, Karotten und irgendein Fleisch) ging es weiter nach Kuremäe. Dort befindet sich ein 130 Jahre altes Kloster, es gehört zu den größten orthodoxen Klostern in der Welt. Die Kirche dort erinnert sehr stark an die Alexander-Nevsky-Kathedrale in Tallinn. Aber alles wirklich sehr schön! Dort gibt es auch eine Quelle, dessen Wasser man heilende Kräfte nachsagt, also haben wir natürlich alle davon trinken müssen! Mal sehen, ob es hilft! Von dort aus ging es wieder Richtung Küste, nach Toila-Oru. Dort befindet sich eine weitere Sehenswürdigkeit in diesem Teil des Landes. Der Petersburger Kaufmann Grigori Jelissejev ließ hier ein dreistöckiges Schloss mit 57 Zimmern bauen, das im Jahre 1899 fertig wurde. Gleichzeitig wurde auch ein Park angelegt. Nach dem Ausbruch des 1. Weltkriegs emigrierte Jelissejev nach Frankreich und kehrte nie mehr zurück. Im Jahre 1935 haben die estnischen Großunternehmer das Schloss Oru für 10 Millionen Cent abgekauft und es dem Staatsältesten (Präsidenten) geschenkt. Oru wurde zur Sommerresidenz des Präsidenten der Republik Estland. Während des 2. Weltkriegs wurden die Gebäude gesprengt, jedoch der schöne Park mit Terrassen und Alleen, mit den Sichten aufs Meer und auf das schöne Tal des Flusses Pühajõe ist erhalten geblieben. Auch hier kann ich nur anmerken, dass es wesentlich mehr Sinn macht, eine Park im Frühling oder Sommer zu besuchen und nicht unter einem halben Meter Schnee!!! Nur als kleiner Tipp für die Reiseleitung! Und schließlich ging es noch an den höchsten Wasserfall in Estland! Nach Valaste an der Steilküste von Ontika (ausführlicher Bericht darüber schon unter „Heni war Estland“). Auch diesen Wasserfall besuchten wir wieder mal im Dunkeln, aber Gott sei Dank, war dieser wenigstens beleuchtet! So, jetzt aber genug mit Sight-seeing und nichts wie in die nächste Unterkunft. Diesmal waren wir in einem der Herrenhäuser, Sagadi im Lahemaa Nationalpark untergebracht. Wir hatten das ganze Haus für uns. Nach dem Abnedessen, es gab natürlich wieder Kartoffeln, Karotten und irgendein Fleisch, wurden Braut und Bräutigam auf die Zeremonie vorbereitet. Die Tutoren hatten extra die traditionellen Gewänder für eine Hochzeit mitgebracht! Wir anderen bekamen auch jeder eine Rolle zugeteilt, wie Vater der Braut, frühere Liebhaber,...ich war der Speaker und hatte somit immer zu verkündigen, wer gerade was macht! Naja, nicht gerade meine Lieblingsrolle. Nach einer Weile habe ich mit Tibo getauscht und war fortan der Bruder des Bräutigams! Auch nicht schlecht! Es gab diverse Spielchen und natürlich ordentlich zu trinken. Zu unserem Haus gehörte natürlich auch eine Sauna, die dann auch kräftig benutzt wurde. Wir feierten wieder mal bis in die frühen Morgenstunden und das Aufstehen viel dann am Sonntag auch wirklich schwer...
Irgendwann fuhren wir dann los wieder nach Rakvere, um dort noch die Burgaus dem Jahre 1226 zu besichtigen. Dort verabschiedeten sich einige von uns, um direkt mit dem Bus zurück nach Tallinn zu fahren. Vielleicht hätte ich das auch machen sollen. Denn wir fuhren nun weiter Richtung Tallinn und hielten an den Sümpfen von Viru. Ich denke auch wiederum hier sollte man im Sommer her, ist einfach schöner, also stieg ich erst gar nicht aus dem Bus aus, sondern entschied mich während eines Nickerchens im Bus mit Doris, Kathi und Mika auf die anderen zu warten. Kluge Entscheidung, denn wie sich herausstellte, kannten unsere Tutoren selber nicht einmal den Weg und so dauerte alles länger als geplant und außer Schnee konnte man auch nicht viel sehen! Und schließlich ging es wieder nach Hause! Ich war fix und fertig. Viel Schlaf hatte ich an diesem meinem letzten Wochenende nicht bekommen! Aber es war umso lustiger!
Jetzt werde ich mich auf meine letzten 4 Tage vorbereiten, denn jetzt heißt es wirklich noch mal so richtig feiern und alle noch einmal zu sehen!
Dann bis bald,
Astrid
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| 27 Februar | Estonian Independence Day 24.02. | | Der 24. Februar ist in Estland ein wichtiger Tag, es ist der Nationalfeiertag zur Unabhängigkeit Estlands.
An diesem Tag erklärte sich die Republik Estland im Jahre 1918 für unabhängig und somit der Jahrestag der Gründungsdeklaration der Republik Estland nach einem Krieg gegen Sowjetrussland und baltischdeutsche Streitkräfte. Der Krieg endete mit dem Friedensvertrag von Tartu (Dorpat) mit Sowjetrussland am 2. Februar 1920, in dem die estnischen Grenzen und die Unabhängigkeit Estlands anerkannt wurden.
Zu diesem Zwecke versammelten wir uns schon ganz in der Früh in der Stadt, um der üblichen Zeremonie beizuwohnen. All die Studenten treffen sich dazu am Vabaduse väljak (= Freiheitsplatz) und marschieren von dort aus gemeinsam den Toompea (=Domberg) hinauf zum Riigikogu (=Parlament). Dort im Innenhof gibt es dann eine Ansprache meherer Parlamentsmitglieder und man singt die estnische Nationalhymne während auf den langen Hermann (=Turm)die estnische Flagge bei Sonnenaufgang gehist wird! Danach singt man noch weitere Freiheitslieder!
Danach gibt es dann noch eine Millitärparade an der auch der Präsident von Estland teilnimmt. Dort hin bin ich aber dann nicht mehr gegangen, da ich die ganze Nacht noch nicht geschlafen hatte (Spanier-Party Teil ?). Naja Millitärparaden muß ich eh nicht unbedingt haben und den Präsidenten hab ich ja auch eh schon mal getroffen!
Aber alles in allem ist das wohl schon ein sehr wichtiger Tag für die Leute hier und es wurde recht ordentlich gefeiert!
Hier befindet sich übrigens an jedem Haus ein Fahnenhalter und es ist Pflicht an Nationalfeiertagen und manch anderen Tagen, die estnische Flagge an seinem Haus hängen zu haben!!! Stellt euch das mal bei uns vor!
Das wars mal wieder von den wichtigen Ereignissen hier!
Später gibt es dann einen ausführlichen Bericht über meinen letzten Trip vergangenes Wochenende mit dem Thema "Estonian Wedding".
Also bis dann
Astrid | |
| 23 Februar | Time to say Good-Bye!!! | | [pic1]
Ja, es ist soweit:
Ich muß mich hier verabscheiden! Bitte alle kommen und laßt uns noch gemeinsam eine letzte Party feiern!
Ich hoffe, ich sehe euch alles, bis dann, nächsten Dienstag!
Okay everybody, the time has gone by too fast and now I have to say goodbye quite soon! And for that reason, let's have a final party together! Hope to see you all there next Tuesday @ Katharinas place again!
Astrid | |
| 23 Februar | News aus Tallinn | | Nachdem jetzt meine Kamera kaputt gegangen ist, gibt es nicht mehr so viele Bilder wie bisher! Tut mir leid! Irgendwie schon blöd so ohne Kamera und das jetzt am Ende!
Ich hab dann letztes Wochenende noch einen Trip nach Paldiski gemacht. Das liegt etwa 50 km westlich von Tallinn direkt an der Küste auf der Halbinsel Pakri.
Auf dem Weg dort hin fuhren wir noch an dem Keila-joa (Wasserfall) vorbei. Er war aber nicht so schön wie der Jägala letztes Wochenende! Weiter gings noch in ein kleines Fischer Dorf. Das lag vor uns wie ausgestorben oder im Winterschlaf. Sehr idyllisch, im Sommer bestimmt genial!
Und schließlich gings nach Paldiski. Dort war während der Sowietzeit ein Flottenstützpunkt. Die ganze Halbinsel samt der 2 vorgelagerten Inseln wurde durch die Rote Armee zur Speerzone erklärt und ist erst seit 1994 wieder frei zugänglich. Es stellte sich heraus, dass sich hier nicht nur ein U-Boot Testgelände befand, sondern wohl auch Atomreaktoren betrieben wurden! Damals lebten hier rund 20 000 Menschen, heute aber nur noch 4 000. Das Besiedlungsprojekt seitens der estnischen Regierung scheint nicht so ganz erfolgreich! Dort stehen fast nur leerstehende, halbverfallene alte Russen-Baracken! Furchtbar!!! Die Stadt hat wirklich nicht viel zu bieten, außer russische Millitärruinen! Aber wenn man dann an der Küste die Halbinsel entlang fährt, kommen noch wirklich schöne Ecken! Das Meer hat hier eine ganz seltsame grüne Farbe, mit den Eisschollen, irgendwie unheimlich! Man trifft auch wieder überall Steilküsten! Und wie immer fast nix los, außer einem finnischen älteren Ehepaar waren wir die einzigsten Touristen dort, wieder mal! An der Spitze der Halbinsel befindet sich noch ein Leuchtturm und in der Mitte hat man jetzt eine Park zur Gewinnung von Windenergie errichtet! Aber das war es dann auch schon wirklich mit diesem Paldiski und seiner Umgebung! Und zu allem Überfluß hab ich dann dort irgendwo auch noch meine Mütze verloren, so ein Mist! Aber ich bin trotzdem froh, dass ich das noch gesehen habe, es ist einfach auch ein Teil dieses Landes, das sicher noch länger mit den Spuren seiner Vergangenheit zu kämpfen hat!
Am Sonntag hab ich dann noch einen Ausflug nach Nõmme unternommen. Dies ist ein Vorort von Tallinn. Recht kleine Häuser, viel grün und ein großer Park. Und genau dieser war mein Ziel. Dort steht nämlich die im Moment noch einzige Skisprungschanze Estlands. Mittlerweile, nachdem auch die Esten ihren Springer unter den Top50 haben, Jens Salumae, bauen sie jetzt in Otepää, das ist im Süden Estlands eine neue K90 Schanze! Aber diese hier in Nõmme, ist quasi die Heimschanze des Jens, der übrigens vom Sportclub Nõmme kommt. Hier hat er also seine ersten Sprünge absolviert. Und auch an diesem Tag fand dort ein Training statt. Jippi!!! Und ich bin dabei! Und hier gibt’s ned so was wie Absperrungen, also stand ich direkt am Schanzentisch und die Springer sind direkt an mir vorbei geflogen! Wie geil! Natürlich waren das keine Profis und die Sprünge auch ned wirklich weit (ca. 50 m), aber ich war dabei!
Hab auch ein paar Bilder gemacht, allerdings mit der Kamera meines Handys! Drum müsst ihr bitte die etwas schlechte Qualität entschuldigen!
Ach es war so toll! Und dann das schlechte Abschneiden der deutschen Adler bei Olympia....
So, das wars erst mal wieder von mir!
Mach mich auf meine Abschiedsrunde,
melde mich wieder!!!
Stay tuned!
Astrid
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| 22 Februar | Susi und Frank waren zu Besuch in Estland (09.02.-15.02.) | | Ich durfte am Donnerstag 09.02. mal wieder an den Flughafen fahren, um Besuch abzuholen! Juchu, voraussichtlich das letzte Mal! Leider.
Diesmal kamen mich Susi und Frank besuchen. Nachdem sie nicht gleich herauskamen, dachte ich schon, ich hätte sie vielleicht verpasst, aber dann kamen sie! Und an Susi Gesichtsausdruck konnte ich gleich erkennen, dass etwas nicht in Ordnung war. Ihr Koffer war auf dem Flug kaputt gegangen, ein Verschluß war gebrochen und der Koffer kam offen an. Jetzt hieß es erst mal auf die Schnelle feststellen was weg war, nachdem alles wohl wichtige noch da war, machten wir uns erst mal auf den Weg zu mir! Daheim angekommen, mussten wir uns auf den Kofferschreck erst mal einen kleinen Wodka genehmigen! Und dann konnten wir einkaufen gehen! Wie das ja für uns so typisch ist, schaut der erste Einkauf im Urlaub immer etwas seltsam aus...mehr Flaschen als was zu Essen, vor allem Alkohol! Naja, aber was sein muß, muß halt sein!
Wieder daheim stärkten wir uns mit Pasta und diversen alkoholischen Getränken, um dann auch schon wieder aufzubrechen auf eine Tour durch die Pubs der Altstadt. Wir gingen erst mal, wie üblich ins Popular, wohin auch sosnt! Dort traffen wir noch die Ösi-Mädels, Kathi, Ina und ihren neuen Franzosen und die Finnen! Danach gings dann weiter ins Havanna, aber mit stark geschrumpfter Anzahl, egal! Wir hatten Spaß! Und als wir heim kamen, war natrlich noch nicht Schluß, so ein Absackerl geht immer noch! Das das natürlich auch wieder ausgeartet ist, kann man sich ja vorstellen.
Der nächste Tag war dann auch entsprechend furchtbar! Viel konnten wir da nicht unternehmen. Wir fuhren in die Stadt. Erst mal durch die Altstadt, um einen ersten Eindruck zu bekommen und dann weiter auf den Russen-Markt am Baltijaam (Hauptbahnhof! Von Tallinn ). Nach einer Weile hatten wir aber tierisch Hunger und mussten ganz schnell was essen. Also was blieb uns anderes übrig als in Kompressor gehen und Pancakes zu essen. Ach, war das gut! Katharina hat uns auch noch Gesellschaft geleistet! Danach noch ein bisschen Bummeln und wieder nach Hause.
Abends ging es uns dann aber so weit wieder gut, dass wir aufs Neue losziehen konnten! Diesmal sind wir im Beerhouse gestartet, traditionell mit einem Märzen! Von dort gings weiter, in eine Irish-Pub, O’Malleys! Dort war Karaokeabend! Das ging ja noch, aber dann als die Tanzfläche freigegeben war...so was hab ich in meinem Leben noch nie gesehen. Die reinste Frakshow!!! Man ist aus dem schauen und lachen gar nicht mehr rausgekommen!!! Hilfe, das so was erlaubt ist? Auf den Schreck sind wir dann noch ins St Patric’s und haben den Abend dort abgerundet!
Für den Samstag hatten wir große Pläne. Wir mieteten uns ein Auto und fuhren erst mal Richtung Osten. An Board hatten wir auch noch Katharina und reichlich gute Laune!
Ziel war der Wasserfall von Jägala. Der ist zwar nur ca. 8 m hoch, aber dafür 60-70 m breit! Und natürlich jetzt im Winter fast komplett zugefroren! Ein toller Anblick! Wir sind dort auf dem zugefrorenen Fluß rumgelaufen und das war mal so richtig glatt...
Weiter gings. Ziel: Peipsi-See! 5. größter See Europas (größter: Ladoga See in Russland) und die größte Wassergrenze Europas (Estland-Rußlad). Als wir in Mustvee ankamen , fand dort grad eine Autoralley auf dem zugefrorenen See statt. Da mussten wir natürlich erst mal zu schauen. Und stellt euch vor, ich bin mit dem Auto auf dem See rumgefahren, wie geil! Nach dem das Zuschauen schnell langweilig wurde und Kathi erfolgreich vom Klo zurück war, mussten wir natürlich auch noch ein bisschen auf dem Eis rumschlittern und zwar mit dem Auto! Ach das macht so Spaß! Gas geben, Handbremse ziehen und rumwirbeln! Juchu!!! Der Tag war schon jetzt genial! Weiter gings an der Küste entlang, wir wollten die Sandstein-Steilküste bei Kallaste finden. Aber irgendwie schafften wir es nicht. Ob’s die überhaupt gibt?!? Egal, wir fuhren durch viele kleine, schnuckelige Fischerdörfer und hielten noch kurz bei dem Schloß in Alatskivi an (Näheres dazu, siehe Lõuna-Eesti).
Und dann gings schließlich nach Tartu. Nachdem ich dort ja das letzte Mal nur chinesishc essen war und einen Blick auf die Stadt geworfen hatte, wollte ich unbedingt noch mal dort hin! Schließlich ist es ja die 2. größte Stadt in Estland und die sollte ich doch etwas genauer mir ansehen. Und zu sehen gibt’s einiges, wenn man sich die Stadt dann doch etwas größer vorstellt! Wir fingen an mit der Universität. Es ist die älteste Uni im Baltikum (1632 von König Gustav II. Adolf von Schweden gegründet). Und dort studiert man eigentlich auch und nicht in Tallinn. Nachdem ich dort erfolgreich ein Klo gefunden hatte, konnten wir uns auf dem Weg zum Toompea (Domberg) machen. Dort gabs eine Ruine der alten Domkirche zu sehen und 2 Brücken (Engels- und Teufelsbrücke). Danach hatten wir aber starkes verlangen nach einem warmen Ort und warmen Getränken. Also machten wir uns auf die Suche nach dem in Susi’s Reiseführer empfohlenen französischem Café. Dort gabs Kaffe und Crepes. Sehr lecker und wirklich billig im Vergleich zu Tallinn! Aber das liest man auch überall, da es wirklich eine Studentenstadt ist! Frisch gestärkt schauten wir uns das Rathaus mit dem Springbrunnen der küssenden Studenten davor an und das schiefe Haus. Dann überquerten wir den Fluß (Emajõgi) und wärmten uns schließlich im Kaubamaja (Kaufhaus) von Tartu ein wenig auf! Nachdem Tartu nicht so arg viel zu bieten hatte, beschlossen wir dann noch Essen zu gehen. Es sollte was Einheimisches sein, aber nachdem wir nix fanden, entschieden wir uns für den Russen. Gut, hatte ich auch noch nie! Und wie sich herausstellte war es eine sehr gute Wahl gewesen! Zur Vorspeise hatten wir Knoblauchbrot, kleine getrocknete salzige Fische (die haben einen noch angeschaut) und saure Gurken mit Knoblauch-Honig (?)!!! War das genial! Alles sehr sehr lecker! Frank hatte dann ein Steak mit diversen Beilagen, Susi eine Lamm-Eintopf und ich hatte mich für den Fischeintopf entschieden! Auch wieder alles sehr lecker, auch wenn Susi dann die nächsten Tage nix mehr von Eintopf hören wollte...
Aber wir waren ordentlich voll gefressen, dass wir eigentlich nur noch ins Auto sitzen konnten und Richtung Heimat fahren sollten. Das taten wir auch! Am Abend machten wir nicht mehr viel, da es auch schon ordentlich spät war, als wir schließlich nach allem, noch Einkaufen, Auto zurück bringen (und wir hatten mal wieder erst vergessen aufzutanken!) nach Hause zurück kamen! Wir machten uns einen gemütlichen Abend daheim...gemütlich, hahaha!!!
Da jetzt hier auch alle Universtäten angefangen haben und somit alle neuen Erasmusler da sind, begann an diesem Sonntag die Orientation-week für die Neulinge! Und da für Sonntag eine Stadtrundfahrt mit anschließender Führung durch die Altstadt, hab ich die 2 einfach dahin geschleppt, einfacher für mich!!! Aber es war auch ganz interessant, man sieht dann halt einfach ein bisschen mehr und alles weiß ich über diese Stadt ja schließlich auch nicht!
Schließlich sind wir noch „mexikanisch“ oder so ähnlich Essen gegangen! Nachdem Susi und Frank beschloßen hatten am Montag nach Helsinki zu fahren, sind wir noch die Tickets für die Fähre kaufen gegangen! Und dann endlich wieder heim! Auch der Abend lief eher entspannend! Wir mussten ja schließlich alle früh raus am nächsten Morgen! Nur durfte ich in die Arbeit und nicht in ein anderes Land reisen, na toll!!!
Die 2 kamen gegen 22.00 Uhr wieder von ihrem Trip zurück und ich erwartete die beiden schon am Hafen, denn schließlich wollten wir noch ein bisschen in die Stadt. Diesmal ging es in die schon lange erwartete Valli Bar auf einen Millimallikas. Ein muß für jeden Tallinnbesucher!!! Und die 2 sollten nicht um ihren Jellyfish kommen und sie fanden ihn gar ned so schlecht! Und die Kneipe muß man halt auch gesehen haben, aber dann hats uns doch gleich wieder rausgezogen! Wieder mal ins St. Patric’s! Dort war gar nix los und so konnten wir die Mädels hinterm Tresen ein bisschen verwirren! Wir wollten erst mal einen White Russian trinken, aber das kannten die 2 nicht, also wurde auf Franks Anweisungen hin, etwas zusammen gemischt! Sah aus wie White Russian und hat auch ziemlich gut geschmeckt! Und dann gleich die nächste Herausforderung...Susi wollte einen Tee mit Rum! Naja, das kannten sie in der Form wohl auch ned, also hat man einfach ein Stamperl Strohrum zum Teeglas serviert! Ach, lustig! Und schließlich ging es daheim wieder munter weiter mit den Absackerln!!! Wir kennen aber auch wirklich kein Ende...
So, am Dienstag bin ich morgens in die Arbeit und die 2 haben sich allein beschäftigt, was so viel heißt, wie sie haben ausgeschlafen...wie gemein! Dann sind wir an meinen Strand! Keiner kommt mir hier weg, ohne dass er Stroomi gesehen hat! Schließlich ging es mal wieder einkaufen, diesmal gab es als Grundlage für den Abend, denn wir wollten wieder ordentlich weg, Pelmeenid! Russische mit Fleisch gefüllte Teigtaschen. Dazu Sauerrahm und Essig!!! Genau das richtige! Für den Abend stand erst die Valentines-Party der beiden Unis in Tallinn auf dem Programm! Nachdem wir keine Tickets mehr im Vorverkauf bekommen haben, verließen wir uns auf die Abendkasse. Später wollten wir zu Knut ins Hostel auf seine Geburtstagsfeier, aber da er eh reingefeiert hat, war das kein Problem! Die Party fand im Glehni loss (Schloß) statt, mitten in einem Park und liegt eigentlich recht idyllisch! Dort angekommen, sah man schon eine rießen Menschenmasse vor der Tür und es hieß als wir ankamen, es gäbe keine Karten mehr. Erst mal sicher für die nächste Stunde, erst falls wieder Leute rausgehen, könnte man vielleicht rein! Das war uns zu blöd, wir hatten ja genug Getränke dabei und unser Alternativplan, Knuts Feier, lag nur etwa 20 min zu Fuß entfernt. Also gings dahin! Dort war die Party schon in vollem Gange und es war recht lustig! Irgendwann waren der Wodka und der Mintu (finnischer Pfefferminzliquör) leer und wir ordentlich dicht! Dann gings heim, natürlich mit dem Taxi! Und siehe da, wollte der uns doch gleich bescheißen! Aber nicht mit mir...was hab ich hier gelernt? Wenns teuer ist im Taxi, immer nach der Rechnung fragen! Und siehe da, statt 140 Kronen zahlten wir nur noch 90! Gut gemacht, Astrid!
Der nächste Morgen war eher etwas anstrengend! Ich bin auch ned in die Arbeit, wollte ja schließlich die 2 wieder an den Flughafen bringen. Sehr gute Ausrede, hätte eh nicht denken können! Aber die Alternative, Frank und Susi wieder heim zu schicken, war auch nicht besser! Ach, ich hasse Abschiede! Aber bald bin ich ja auch wieder daheim, aber wenn doch Freising ein Vorort von Tallinn wäre....
Am Flughafen waren wir mal wieder gespannt, was die Waage sagen wird. Frank hat schon mal meinen kleineren Koffer mit nach Hause genommen und den haben wir noch ordentlich voll geladen. Mit Bier, Wodka und VanaTallinn! Hoffentlich sagt die Tante am Schalter nix!!! Aber wir waren schon auf alles vorbereitet und er hatte doch tatsächlich so um die 26 kg! Und dann sagt die nix, wie genial...also alles ab in die Heimat! Danke FinnAir! Ihr seid toll!
Und dann waren sie auch schon wieder weg, Fränkie und Susi! Auf ein baldiges Wiedersehn!
Ja, das war also diese Geschichte!
Jetzt werde ich noch ordentlich meine letzten Tage hier genießen! Werde mir noch Paldiski und Nõmme anschauen und schließlich an meinem letzten Wochenende hier noch den Nationalfeiertag (Fr 24.02.) mitnehmen und anschließend auf den letzten Trip mit den Erasmuslern fahren. Auf dem Programm steht ein Ausflug Richtung Nord-Osten mit dem Thema „Heiraten auf estnisch“! Mal sehen, was uns da erwartet! Freu mich schon.
Damit begebe ich mich jetzt auf meine Abschiedstournee hier in Eestimaa!
Bis bald
Eure
Astrid
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| 8 Februar | Alex war zu Besuch in Tallinn (25.-30.01.) | | Wie ich ja schon erwähnt hatte, war meine Freundin Alex aus München hier bei mir in Tallinn. Sie hat mir somit das tollste Geburtstagsgeschenk gemacht, was sie nur machen konnte! Danke, Alex!
Aber jetzt mal ein paar Zeilen darüber, was wir noch so alles angestellt haben, als sie hier war! Schließlich haben wir ja nicht nur gefeiert, aber fast immer!
Sie kam also am Mittwoch gegen Abend hier an und wir sind dann auch erst mal zu mir nach Hause! Aber am Flughafen hab ich mal wieder Julie und Guillaume aus Frankreich getroffen, die gerade von den Weihnachtsferien zurückkamen! Irgendwie treff ich die 2 immer, wenn ich am Flughafen bin, die sind schon der Meinung, ich würde da vielleicht wohnen!!!
Okay, wir also heim und dann erst mal in Selver (mein Haussupermarkt gleich vor der Tür, ziemlich groß und täglich von 9-23 Uhr geöffnet, welch Luxus). Dort haben wir dann Pasta und Salat gekauft für unser Abendessen und noch vorsichtshalber einige Flaschen (2l-Flaschen) Cidre in verschiedenen Geschmacksrichtungen mitgenommen. Cidre hat hier aber 4-5 Vol.-%! Aber nachdem wir dann beschlossen hatten, diesen ersten Abend daheim zu verbringen und ausgiebig über alles zu Hause zu tratschen, war das genau das richtige um die Zunge etwas zu lockern! Und schmecken tut das Zeug halt auch noch. Ich glaube wir hatten die Geschmacksrichtungen Waldbeere und Cranberry.
Donnerstag musste ich dann vormittags noch arbeiten und Alex hat sich schön ausgeschlafen! Na danke auch! Dann hab ich sie daheim abgeholt und wir sind in die Stadt gefahren. Ein bischen Sightseeing in VanaTallinn. Das kann auch Alex nicht schaden. Und es war auch genial, haben dann den Toompea Berg gesehen, Raekoja plats, etliche Aussichtsplatformen und natürlich auch die Alexander-Nevski-Kathedrale! Irgendwann waren wir dann so durchgefroren, dass wir in das Café Kehrwieder gegangen sind. Das liegt im Keller in der Nähe vom Rathhausplatz und ist sehr urig. Nur Kerzenlicht und viele Sofas mit Kissen. Bei Erdbeeer- bzw Heidelbeerkuchen und Cafè Latte haben wir uns dann wieder aufgewärmt. Was haben wir dann gemacht? Ich weiß nicht mehr so genau, ich glaube wir sind heim. Da wir um 21.00 Uhr mit einigen anderen am Vabaduse väljak verabredet waren, mussten wir uns noch umziehen und ein wenig aufbrezln für das Nachtleben Tallinns.
Gesagt, getan und fertig gestriegelt stehen wir an Janni kirik und treffen auf Ina und Katharina. Der Plan war Alex möglichst viele der Plätze zu zeigen, an denen wir uns normal gerne aufhalten. Also gings erst mal ins Popluar! Dort kamen dann noch Rainer, Tibo und Mika dazu. Popular ist ein gemütlicher Platz, wo man Sheisha rauchen kann und in einer Menge von Kissen die estnischen alkoholischen Getränke geniessen kann!
Nachdem Rainer, Mika, Tibo und Ina mit dem letzten Trolley nach Hause gefahren sind (öffentliche Verkehrsmittel fahren hier nur zwischen 6 und 0 Uhr) haben Katharina, Alex und ich uns auf den Weg gemacht ins Havanna. Dort haben wir dann Nico, Julie, Guillaume und noch etliche Italiener getroffen! Nach ein paar Drinks sind wir zum Hollywood aufgebrochen. Das ist ein Nightclub und ich wollte es doch eigentlich schaffen, meinen ganzen Aufenthalt hier nicht einmal in einen Nightclub zu gehen. Diese Vorgabe war nun in Gefahr! Aber wir hatten doch Freikarten! Und alle anderen sind auch dort hin! Also wir auch! Dort angekommen, war eine ordentliche Schlange vor dem Hollywood und wir stellten uns erst mal an! Aber nach einer Weile war uns das dann zu blöd und was für ein Glück, dass die Valli Bar mit ihrem berühmten Getränk „Millimallikas“ (=Jellyfish) gleich gegenüber lag. Nach einem kurzen Blickwechsel zwischen Alex und mir, waren wir auch schon drin! So kann ich jetzt mein Vorhaben vielleicht doch noch in die Tat umsetzten! Dort in dieser Kneipe, hängen eigentlich sehr viele einheimische gescheiterte Existenzen rum! Und einige Ausländer! Und wir! Hat ein bischen was vom unseren Bahnhofsstüberln daheim! Wir haben natürlich einen Millimallikas getrunken und auch diesemal hab ich mir wieder geschworen, es war das letzte Mal! Mal sehn, was passiert wenn Susi und Frank hier sind! Alex hat dann gleich mit dem dortigen Musiker, Peeter (spielt Akkordeon und singt dazu) Freundschaft geschlossen! War dann noch ganz lustig. Als wir heim wollten, hat Peeter uns angeboten, uns heim zu fahren, aber wir waren doch etwas skeptisch und ließen uns von zwei Esten ein Taxi rufen. Aber als wir dann so auf der Straße standen und Peeter mit seinem VW an uns vorbeifuhr und anhielt sind wir halt dann doch mitgefahren! War schneller und billiger! Kaum daheim angekommen, haben wir festgestellt, dass das ja noch nicht alles gewesen sein kann für diese Nacht! Also, noch die restlichen Vorräte zu Hause vernichtet und eine kleine 2-Mann-Zimmer-Party veranstaltet. Es war sicher sehr spät! Und drum sind wir dann auch am Freitag etwas später aufgestanden...ich bin natürlich nicht in die Arbeit gegangen, hatte vorher schon Bescheid gesagt! Gegen Mittag sind wir dann an meinen Strand, Stroomi! Es war herrlichstes Wetter, blauer Himmel, Sonnenschein, aber ziemlich kalt! Nach einem ausgiebigen Spaziergang mit einigen nassen Füssen, gell Alex, haben wir dann am Abend Pelmeenid gekocht. Das ist ein traditionelles russisches Gericht! Man nennt es auch, russische Ravioli. Es sind mit Fleisch gefüllte Teigtaschen, die dann mit Sauerrahm und Essig gegessen werden! Hmmm, sehr lecker! Und dann haben wir uns auch schon wieder fertig gemacht, denn es ging mal wieder ins Havanna. Dort war irgendwie ein Einführungsabend für all die neuen Erasmus-Studenten von den verschiedenen Unis hier. Und die Norweger waren angekommen. Und die mussten wir doch unbedingt sehen, ob sie wohl halten was man ihnen so nachsagt! Es war ziemlich voll und die Norweger haben auf den ersten Blick ordentlich enttäuscht! Also sind wir auch nicht so ewig geblieben, schließlich hatten wir am Samstag ja noch ordentlich was vor! Diesmal haben wir auch zu Hause keine Fete mehr veranstaltet!
Für den Samstag hatte ich ja alle hier zu Katharina eingeladen, um mit mir in meinen Geburtstag hinein zu feiern! Also ging es mal einkaufen und planen! Wir haben dann alles zu Katharina gebracht und noch eine weitere kleine Sightseeing-Runde eingelegt! Diesmal ging es nach Pirita, ans Olympiazentrum! Der dortige Fluß war komplett zugefroren und etliche Eisfischer versuchten ihr Glück! Am Strand haben wir wieder mal nasse Füsse bekommen und sind dann schließlich wieder heim! Es braucht schließlich seine Zeit bis 2 Grazien wie wir, sich für die bevorstehende Party fertig gemacht haben, so mit Duschen, Kleiderwahl, Anmalen und Kaffee trinken! Das darf man nicht unterschätzen, in unserem Alter kann das schon mal länger dauern, schließlich wurde ich am nächsten Tag schon so alt, dass es das letzte Jahr für mich wird, wo eine 2 vorne dran steht! Danke vielmals liebe Mama für diese nette Erinnerung!
Als wir bei Kathi ankamen, richteten wir ein bisschen die Sachen her, wie Musik, Deko und Knabberzeug und machten uns noch ne ordentliche Pizza. Oh war das gut, habe in meiner ganzen Zeit hier noch keine Tiefkühlpizza gegessen, da ich meinen Ofen daheim lieber nicht ausprobieren soll (laut meinem Mitbewohner, der ihn auch noch nie getestet hat!). Nach dem die Grundlage geschaffen war, konnte es losgehen! Und das tat es auch! Es kamen so viele Leute! Einfach genial! Nicht nur bekannte Gesichter, sondern auch viele von den Neuen und das fand ich ziemlich gut, damit ich sie auch noch kennen lernen konnte! Auch einige der Jungs aus meiner Arbeit kamen, das hat mich auch sehr gefreut! Und Tiina aus Tartu, die ich schon aus Deutschland kannte, ist auch gekommen! Klasse!
Wir haben gefeiert bis in der Früh um, ich weiß nicht wann! Gegen Ende waren wir nur noch eine handvoll Leute und hatten noch richtig Spaß! Wir fanden dann sogar noch einige Flaschen Bier. Gott sei Dank, da aller Wodka schon leer war und wir hatten nicht grad wenig! Einige haben zu dieser Zeit eine neue Leidenschaft für sich entdeckt, das Tanzen! Gelle Etienne und Kaarel! Macht doch Spaß! Ich lag um 8.30 im Bett!
Dementsprechend spät sind wir Sonntag dann auch aufgestanden! Und dann hatten wir ein rießiges Verlangen nach BigMäc’s und fettigen Pommes!!! Ich habe noch nie so große Tüten vom McDonalds gesehen! Gigantisch und so lecker! Alex hatte beschlossen, mir statt auf einem Genburtstagskuchen, Kerzen auf Cheesburger zu stecken! So was hab ich auch noch nie gehabt! Toll! Nach dem der Magen voll war, haben wir sofort beschlossen, zur Verdauung eine kleine Siesta einzulegen! Um 19.00 Uhr waren wir dann wieder bei Katharina und wollten eigentlich aufräumen und sauber machen dort! Aber das war schon alles erledigt! Ein ganz herzliches Dankeschön an die Heinzelmännchen Katharina und Elena! Ihr seid einfach klasse, Danke! Okay, also nicht aufräumen, sondern nur Bilder von der Party anschauen. Das war ein Spaß! Wir haben so viel gelacht! Eigentlich wollten wir dann zu den Franzosen auf eine Party, aber nach dem Kathi dort angerufen hatte und dort nicht so arg viel los und wir eh so fertig waren, sind Alex und ich heim! Haben noch etwas VanaTallinn getrunken und Bilder gebrannt! Und schließlich war es auch schon wieder fast 2!
Montag bin ich wieder mal am Vormittag in die Arbeit, aber Mittags war ich dann wieder daheim, da Alex an diesem Abend zurück geflogen ist! Wir sind dann schon mal mit allem Gepäck in die Stadt, haben das bei Kathi zwischen deponiert, um später gleich von dort zum Flughafen zu fahren! Haben uns im Sandwich-Haus was zum Essen geholt und haben noch die dritte Runde der Sightseeing Tour unternommen. Es ging wieder durch die Altstadt bis hin zu dicken Magarete, der Geliebten vom langen Hermann. Beides Türme der Stadtmauer, liegen aber sehr weit auseinander und man sagt ihnen Nachts ein Techtelmechtel nach! Konnte es aber leider noch nie selber beobachten!!!
Und schließlich waren wir auch schon wieder am Flughafen! Dort hatten wir dann ein „kleines“ Problem mit dem Gewicht von Alex Koffer! Er wog 27 kg (erlaubt: 20 kg)! Die nette Tante vom Check-In, meinte sie solle doch ein bisschen was in ihr Handgepäck nehmen! Gesagt, getan, Koffer am Flughafen umpacken ist immer wieder ein Spaß! Nachdem wir 4 Wodka-Flaschen aus dem Koffer ins Handgepäck befördert hatten, waren es nur noch 22 kg und das war dann okay! Gott sei Dank! Und dann kam das große Abschied nehmen! Furchtbar! Ich wollte sie gar nicht mehr weg lassen, es war so schön mit ihr hier! Hab sie doch viel mehr vermisst, als ich eigentlich dachte! Und es war so ein Stück Heimat in der Ferne! Es war toll!
Alex, danke das du hier warst! Ich weiß auch, was du durch gemacht hast wegen der Fliegerei! Und drum hat es mich noch mehr gefreut, dich hier bei mir in Tallinn zu haben und dir all das hier zeigen zu können! Ich bin so furchtbar stolz auf dich! Hab ich furchtbar lieb und vermiss dich! Ich hoffe, du hattest auch einigen Spaß hier!
So, für mich sind ja jetzt auch die letzten Wochen hier angebrochen und ich nehmen noch mal so alles mit, was geht! Bin unheimlich viel beim Feiern! Es hat sich irgendwie so entwickelt, dass immer Montags Party bei den Spaniern ist und wir da auch hingehen! Auch sonst ist grad wieder unheimlich viel los, da jetzt ja an allen Unis hier die Vorlesungen wieder angefangen haben und d. h. auch alle neuen Erasmusler sind jetzt da! Und das wiederum bedeutet für uns alte Hasen, sie erst mal richtig Willkommen zu heißen, mit allem drum und dran!
Letzte Woche war International dinner von den Studenten der Techn Uni! Jedes Land musste typischen Speisen und Getränke vorbereiten und dann vorstellen. Dazu musste dann auch noch ein Lied gesungen werden! Die Deutschen sangen „Alle meine Entchen“, darauf konnte man sich einigen! Nachdem keiner den Text, von dem von den Franzosen geforderten Schnappi-Lied konnte! Wir hatten Kartoffelauflauf, Kraut, Kartoffelsalat mit Wienern, Obazdn und deutsche Bier vorbereitet! Alles natürlich sehr lecker! Es gab noch indisch, chinesisch (der Algensalat war wie trockene Schuhsohle!), bolivianisch, französisch (Crepes und Thunfischsalat mit Vinegrette), italienisch, österreichisch (Kartoffelkas), finnisch (vor allem Salmiaki-Liquör), polnisch und natürlich estnisch (Wodka, Heringsbrötchen, Kama, Apfelkuchen). Zu der ganzen Schlemmerei wurde ausgiebig getrunken und natürlich gab es wieder Sauna! Ach, es ist schon toll, nach dem Saunieren raus in den Schnee zu hüpfen!!! Auch wenn die Füße gleich abfrieren, aber es muß einfach sein! Am nächsten Tag musste ich mich leider krank melden in der Arbeit, da ich nicht in der Lage war aufzustehen, geschweige denn zu denken und zu arbeiten! Es war auf alle Fälle wieder mal ein geniales Fest und all die Neuen Jungs und Mädels hier sind auch ziemlich klasse!
Am Wochenende bin ich mal wieder ein bisschen raus in die Natur! Es war so genial, Samstag war ich Männiku, das ist ein Vorort von Tallinn. Dort fand auf dem zugefrorenen Baggersee, die Eisfischer-Meisterschaften statt! Es war ein herrlicher Tag, Sonnenschein, blauer Himmel und aber auch wieder eiskalt! Ich hab es nicht bis zu den Eisfischern geschafft, da meine Füße vorher schon komplett eingefroren waren. Aber es war trotzdem schön! So viel Schnee und Natur! Aber seht euch einfach die Bilder an (gibt’s in den nächsten Tagen)!
Am Sonntag war ich dann noch in Viimsi. Das ist die östlichste Spitze Tallinns, eine Halbinsel! Und auch wieder nur traumhaft! Zugefrorene Ostsee, blauer Himmel und Sonnenschein! Perfektes Wochenende!
Das wars erst mal wieder von mir! Jetzt freu ich mich unheimlich auf meine nächsten Besucher! Frank und Susi kommen morgen! Das wird sicher klasse und super lustig!
Dann gibt’s wieder News!
Also machts gut bis dahin!
Viele liebe Grüße
Eure
Astrid
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| 1 Februar | Wahnsinn!!! | | Jetzt muß ich euch unbedingt was erzählen!
Wisst ihr was mir gestern passiert ist? Nein, natürlich nicht!!!!
ICH HAB DEN MINISTERPRÄSIDENTEN VON ESTLAND GESEHEN!
Sensationell, die Angie Estlands! Unglaublich.
Andrus Ansip (so heißt er übrigens, für die von euch, die wieder mal keine Ahnung haben) war zu Besuch hier an der Uni. Was sein Auftrag hier so genau war, weiß ich auch nicht. Eigentlich wollte er auch noch unser Labor besichtigen, wurde allerdings aus Zeitmangel dann abgesagt! Aber bei uns war natürlich aus diesem Grund Hochbetrieb, jeder war da und hatte irgendwas zu tun! Na, auf jeden Fall, hab ich ihn dann gesehen, als er sein Interview beendet hat und er das Gebäude verlassen hat! Er hat mich sogar angeguckt, hihi, und dann ist er in sein Auto gestiegen und davon gefahren. Er läßt sich übrigens in einem sehr schönen Audi durch die Gegend kutschieren! Und seine Security fährt nette BMWs! Nicht schlecht, oder?
Was für ein aufregender Tag!
Danach mußte ich dann allerdings gleich heim gehen, weil ich so erschöpft war von diesem Erlebnis, daß ich nicht mehr arbeiten konnte!
Ja, natürlich war ich fix und fertig von der Spanierparty Teil3 der letzten Nacht! War sehr, sehr lustig! Haben die ganze Nacht durchgetanzt! Sogar Etienne, der normal nicht wirklich gern tanzt, hat seine neue Leidenschaft entdeckt!!! Bravo, Etienne! Weiter so! Ich war dann so gegen 4-4.30 daheim und bin noch mal kurz online gegangen! Und siehe da, was passiert? Kaum ist der Rechner an, klingelt auch schon Skype! Jampi war auch grad vom bösen C heimgekommen und wir hielten noch einen kleinen Schwatz...
Heute hab ich mich schon etwas regeneriert, bin gestern mal früher ins Bett, aber so richtig fit bin ich immer noch nicht! Heut lieber noch mal früher schlafen, da es morgen sicher wieder richtig spät wird!!! Da ist nämlich International dinner von den ausländischen Studenten hier an der techn. Uni! Jedes Land muß etwas typisches kochen und dann präsentieren! Unsere Entscheidung fällt heut Abend! Aber ihr habt ja sicher meine Kochkünste hier verfolgt, ich denke, ich sollte mich vielleicht im Hintergrund halten und Katharina auch! Wir lassen mal den Jungs den Vortritt! Aber egal, es wird sicher ein lustiges Fest! Hier an der TTÜ sind viele nette neue Leute gekommen! Mädels aus Österreich, einige Deutsche, Polen, Italiener und viele, viele Franzosen! Alle sehr nett, einige ein bischen verrückt, aber das paßt ja dann bestens hierher! Wirklich schade, daß ich schon beld wieder weg muß! Das wird sicher ein genialer Sommer hier! Und ich bin nicht mehr dabei...
So, dann werd ich mal wieder,
liebe Grüße
eure Astrid | |
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