28 November | Meine Schwester war in Tallinn (14.11.-17.11.05) | | Ja, meine Schwester hat mich mittlerweile auch schon besucht hier in Tallinn! Sie war leider nur ein paar Tage da, aber immerhin! Ich hab mich rießig gefreut!!! Ja, die Kleine fehlt mir halt doch hier!
Sie kam am Montag gegen Abend an und das Wetter hier war mehr als beschießen...Regen, Regen und noch mehr Regen! Wir haben an diesem Abend dann nicht viel unternommen, wir waren bei mir daheim, haben diverse Gin-Longdrinc-Sorten verköstigt und geratscht und geratscht und geratscht! Wie das Weiber halt so machen! Schließlich hatten wir uns ja auch schon zweieinhalb Monate nicht mehr gesehen!
Dienstags musste ich dann leider arbeiten und so hab ich Birgit allein auf Entdeckungsreise nach Vana-Tallinn geschickt! Sie hat eine Stadtrundfahrt gemacht und anschließend noch ein bischen zu Fuß die Schönheit der Altstadt entdeckt!
Abends sind wir erst mal in den Kompressor gegangen. Das ist eine Art Studentenkneipe, wo man ganz lecker Pancakes essen kann. Die gibt es dort in allen Geschmacksvarianten, also nicht nur süß sondern auch pikant!!! Und super billig, nur 45 EEK, das sind etwa 3 €! Und die sind so lecker und so groß, dass ich es noch nie geschafft hab sie auf zu essen! Auch diesmal leider nicht! Nach dem großen Fressen sind wir noch ein bischen um die Häuser gezogen. Als erstes ging es ins Popular. Das dürftet ihr ja schon aus vorherigen Erzählungen kennen, schließlich geh ich da ja öfter mal hin. Dort hat sich dann Rainer (Estonier) zu uns gesellt. Nach einiger Zeit ging es dann weiter in die Vali Bar. Das ist eine uralte Kneipe, in der man laut Rainer’s Dad noch genau die gleichen Leute wie vor 50 Jahren antrifft! Auf alle Fälle gibt es dort „Milli mallikas“! Das ist ein ganz furchtbarer shot! Undefinierbar, aber ein muß für jeden Tallinn-Besucher! Dort hat sich uns dann noch Katharina angeschlossen und wir sind eine Türe weiter ins Reval Cafe gezogen! Dort haben uns noch 2 weitere Esten (Kaarel und Andres) mit ihrer Anwesendheit erfreut! Aber auch dort hat es uns nicht so arg lange gehalten und wir sind weiter ins Oasis gezogen! Dort haben die Jungs noch eine Wasserpfeife geraucht, es gab orientalischen Bauchtanz und zum Schluß war es ganz schön spät!!! Gott sei Dank hatte ich am nächsten Tag frei!
Am Mittwoch sind Birgit und ich dann als erstes zum Fernsehturm nach Pirita hinaus gefahren, da es aufgerissen hatte und wir hofften eine gute Sicht zu haben! Gesagt, getan und ich kann euch sagen, es hat sich rentiert! Bilder von dem Ausflug gibt es unter „Birgit in Estonia“. Danach sind wir an der Ostsee entlang zum Lauluväljak. Hier findet immer das große Song-Festival in Tallinn statt. Aber auch die großen Konzerte, wie Metallica etc. finden dort statt. Von dort aus ging es weiter zum Russalka-Monument und hatten dort das Glück eine russische Hochzeit zu treffen. Es ist Tradition am Tag der Hochzeit dort Blumen niederzulegen, in Gedenken an die auf See verbliebenen russischen Vorfahren!
Schließlich sind wir noch in die Altstadt und haben auf dem Strickmarkt noch ein paar Souvenirs und Weihnachtsgeschenke für Birgit erstanden!
Am Abend sind wir mit den Erasmus-Studenten in das estnische Parlament. Dort haben uns ein paar Parlamentarier erklärt, wie Estland funktioniert. An diesem Tag haben sie dort über den Haushalt für’s nächste Jahr verhandelt und abgestimmt! Das war ganz interessant! Dann sind wir erst mal heim und haben gekocht! Es gab Kartoffeln, wie das nun mal typisch ist für Estonia! Dann ging es wieder auf die Piste! Als erstes waren wir im Molly Malone’s, schließlich stand Fußball auf dem Programm. Die Schweiz musste ran gegen die Türken! Trotz Niederlage der Schweiz, war diese, Gott sei Dank, eine Runde weiter!!! Nach dem Spiel ging es weiter. Wir, das waren Birgit, Andrus (mein Mitbewohner), Rainer und Kaarel (2 Esten) und Ina (aus Dresden), sind ins Von-Krahl. Ganz gemütliche Kneipe!!! Hatten dort noch einigen Spaß und sind schließlich mit dem letzten Trolley nach Hause gefahren.
Schließlich war auch schon wieder Donnerstag. Birgit und ich sind noch mal in die Altstadt, haben die letzten Erledigungen gemacht und sind dann noch zu mir an den Strand! Ich wollte ihr doch unbedingt alle meine Lieblingsplätze zeigen!!! Dann hatten wir das auch abgehackt!
Und schon war es wieder Zeit die Sachen zu packen und an den Flughafen zu fahren! So schnell vergeht die Zeit immer!
Am Flughafen war es wieder mal ein Nervenspiel mit dieser Stand-bye-Fliegerei! Aber am Ende hat es dann doch, wie immer geklappt und die Kleine ist wieder gut und sicher in München gelandet!
Ich hab die Zeit mit ihr sehr genossen und es war natürlich viel zu kurz! Und schließlich wohnt sie ja gar nicht mehr bei mir, wenn ich wieder zurück komme! Sie muß ja unbedingt nach Baden-Württemberg! Ob ich das gut find, weiß ich auch noch nicht so genau!
Auf alle Fälle, war es sehr schön!
DANKE Birgit, dass du da warst!
So, wer möchte der nächste sein, der mich hier besucht? Und der mit mir viele tolle Sachen erleben darf?
Habe noch jede Menge freie Termine und jeder ist herzlich Willkommen!
Also, bis bald!
Eure Astrid
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| 11 November | Lõuna-Eesti | | Hallo da bin ich mal wieder!
Wie ich neulich schon kurz angedeutet habe, war ich mal wieder unterwegs und habe Estland entdeckt. Diesmal ging es mit den Erasmus-Studenten der Technischen Uni hier in Tallinn in den Süd-Osten des Landes. Für diese Gegend sind Wälder, Hügel und Einsamkeit charakteristisch. Einfach viel Natur!!!
Aber jetzt mal der Reihe nach:
Am Freitag Mittag gings los. Wir sind mit dem Bus losgefahren und jeder war bester Laune. Nach kurzer Zeit war es natürlich wie bei jedem Trip, die ersten mitgebrachten Getränke wurden ausgepackt und die Stimmung stieg von Minute zu Minute! Allerdings waren diesmal die Italians nicht dabei und so war der Lärmpegel doch deutlich niedriger! Auch mal nicht schlecht!
Es ging auf direktem Weg in den Süden, bis kurz vor die lettische Grenze ( ca. 3 km). Dort in den Wäldern haben sich zu Zeiten der Sowiets die Männer, die nicht in die Armee wollten, vor genau dieser versteckt. Unser Ziel an diesem Abend war ein Gästehaus, indem wir mehr über dieses Leben damals erfahren sollten. Als wir ankamen gab es auch gleich eine Art Versteckspiel. Der Besitzer des Hauses versteckte sich im Wald und wir sollten ihn finden. Es war schon dunkel und es war quasi unmöglich auch nur irgendwas zu sehen! Man kann sich sehr gut vorstellen, dass dies ein guter Platz ist sich vor „Feinden“ zu verstecken! Schließlich besuchten wir noch einen Bunker aus dieser Zeit und hatten dort die Gelegenheit echten Puskarj zu testen. Das ist hausgemachter Wodka mit 64 % Alkohol! Da wird’s einem warm und das ist genau das was man dann hier draußen auch braucht. Man kann ihn recht gut runterschlucken, brennt gar nicht so arg, aber dann wenn er unten ist...
Schließlich gab es Abendessen, natürlich Kartoffeln, aber diesmal als Brei! Was ganz Neues!
Für den Abend war dann Party angesagt! Wir konnten soviel Puskarj bekommen wie wir wollten! Hört sich gut an, aber ich sag euch, so viel will man da gar nicht! Und der macht ganz schön dicht! Also, vorsicht!!!
Zudem gab es Sauna für uns die ganze Nacht! Wir haben dann noch estnische Volkslieder gesungen, der Hausherr hat uns mit der Gitarre begleitet. Also wir haben es eher versucht zu singen, da es selbst mit Text unheimlich schwer ist estnisch zu singen! Naja, egal! Wir hatten reichlich Spaß!
Wir konnten dann entscheiden, ob wir im Bunker schlafen wollten oder doch lieber im Haus! Ich hab mich für das Haus entschieden, da es doch ziemlich kalt war! Und das war dann doch ein Fehler!!! Im Bunker gab es ein Feuer (das wusste ich aber nicht) und im Haus keine Heizung!!! Wir hatten zwar einen Heizlüfter im Zimmer stehen, aber wenn man den eingesteckt hat, hat es die Sicherung rausgehauen und es gab auf der ganzen Farm keinen Strom mehr! Also keinen Heizlüfter! Und das war so kalt...ich hab mit Hose, 3 Pullis, Mütze, Schal und Handschuhen in meinem Schlafsack geschlafen!!! Und ich hab immer noch gefroren!!! So stell ich mir Polar-Campen vor! Auch eine sehr tolle Erfahrung für mich, Großstadtgöre!
Dann war Samstag. Dies war übrigens das Wochenende an dem die Zeit umgestellt wurde, genauso wie bei euch! Allerdings haben doch ein paar von den schlauen, estnischen Betreuern tatsächlich gemeint, in Estland passiert das in der Nacht von Freitag auf Samstag...und da es natürlich nicht so war, waren wir dann doch gleich mal ne Stunde zu spät dran!!!
Als erstes ging es nach Mõniste, dort war ein Open-Air-Museum (wie Rocca al Mare in Tallinn). Wir hatten eine Führung und bekamen so einen Eindruck wie das Leben im Mittelalter in Estonia wohl gewesen ist!
Dann ging es weiter nach Rõuge, ins Nightingale Valley! Dort befindet sich der tiefste See des Landes, Suurjärv (38m). Man sagt ihm heilende Kräfte nach und er soll so klar sein, dass man überall auf den Boden sehen kann! Ich kann das jetzt so nicht bestätigen!!! War schließlich nicht in der Mitte! Wir sind dann noch etwas dort in der Gegend herumgewandert und haben noch Wasserquellen und die Natur bewundert! Wirklich wunderschön, wir waren ja auch relativ früh dran, es war bitterkalt und die kleinen Flüsschen waren noch zugefroren!!!
Und dann gings weiter zu der Attraktion Estlands überhaupt! Zum großen Eierberg! Das ist die höchste Erhebung im ganzen Baltikum. Der Suur Munamägi ist doch ganze 318m hoch!!! Was für ein Anblick, ich konnte ihn gar nicht erkennen! Ja, ich bin da natürlich etwas verwöhnt von dem Anblick der Alpen!!! Aber ich hab ihm eine Chance gegeben! Ich hab ihn bezwungen! Der Aufstieg war natürlich beschwerlich und nach ca. 3m waren wir oben und konnten auf den Aussichtsturm hinaufsteigen! Von dort kann man 4 „Bundesländer“ Estlands, Lettland und Russland sehen! Ich kann euch sagen, Lettland und Russland sehen genauso aus wie Estonia! Man sieht weit und breit nix anderes als Seen, Wälder, kleinste Hügelchen und ab und zu mal ein paar Häuschen!
So weit, so gut! Es ging zum Mittagessen! Natürlich gabs wieder Kartoffeln!
Am Nachmittag stand der Besuch unter anderem der Besuch des zweitgrößten Meteoritenkraters (nach dem auf Saaremaa, den ich ja auch schon gesehen hab) Estlands in Ilumetsa auf dem Programm. Naja! Die Namen der Krater sind das einzige was hier wirklich interessant ist:
Põrguhaud = Höllengrube, Kuradihaud = Teufelsgrube,
Tonidhaud = Gespenstergrube
Von dort aus gings weiter zu den Piusa Caves. Dort befindet sich so was wie ein Steinbruch, nur wird dort Quarzsand abgebaut. Und das Labyrinth aus Gängen und Höhlen (teilweise bis 6m hoch) ist nun ein Lebensraum für eine der größten Fledermauspopulationen in Europa! Sagt man! Wir konnten keine finden! Aber die Höhlen waren trotzdem sehr schön, auch wenn es schon fast dunkel war und wir drin nix mehr sehn konnten!
Anschließend hatten wir noch einen Termin bei den Setu. Das ist eine archaische, finnougrische Volksgruppe im Süden Estlands. Sie nahmen unter russischem Einfluß den orthodoxen Glauben an und sprechen einen estnischen Dialekt mit russischem Einschlag. Ein kleinerer Teil ihres Landes befindet sich in Estland, doch die meisten Leute leben in dem größeren Teil in Russland. Wir erfuhren von ihren Schwierigkeiten der Anerkennung als eigene Volksgruppe und natürlich auch von den Problemen, die sie jetzt haben, wenn sie ihre Verwandten besuchen wollen. Auch sie brauchen natürlich ein Visum um nach Russland einzureisen! Auch das kulturelle und religiöse Zentrum, die „Hauptstadt“ Petseri liegt jetzt im Ausland. Nicht einfach, das Leben als Setu!
Unser Nachtquartier war diesmal eine Hütte im Wald. Wir konnten sie erst gar nicht finden, so versteckt lag sie! Aber dafür war quasi auch niemand da außer uns! Im ersten Stock befand sich ein Bettenlager und unten ein großer Aufenthaltsraum mit Küche und Kamin!!!
Nach dem Essen gabs natürlich wieder lustiges Beisammen sein! Nach kurzer Zeit musste dann jeder ein beliebtes Trinkspiel aus seinem Heimatland vorstellen! Ihr könnt euch sicher vorstellen, was wir für einen Spaß hatten! Leider gab es keine Sauna na diesem Abend L
Sonntag waren wir trotz der richtigen Zeitumstellung unsrer Uhren wieder zu spät dran! Irgendwas lief da schief?!?!
Als erstes fuhren wir nach Taevaskoja, dort war wieder Natur pur! An einer Stelle befanden sich wieder einmal Wasserquellen und an einer anderen Höhlen in einer Felswand an einer Flussuferseite! Diese sollen wohl früher irgendwem (hab ich nicht ganz verstanden) als Versteck gedient haben! An dieser Felswand waren unterschiedlich gefärbte Bänder zu sehen, die von mineralischen Bestandteilen in dem Sandstein zeugen. Sehr beeindruckend!
Dann ging es weiter ins Reich der Ameisen. Es gibt hier einen Bereich des Waldes, indem besonders viele dieser Tiere leben und man kann dort bis zu 2m hohe Ameisenburgen finden! Wir hatten natürlich wieder mal kein Glück! Da es schon so kalt ist und der Waldboden gefroren ist, konnten wir weder eine Ameise sehen noch haben wir so große Bauten entdeckt, bloß kleinere! Schade!
Am Nachmittag hatten wir einen Termin im Schloß in Alatskivi. Es ist eine kleine Kopie von Schloß Balmoral in Schottland. Allerdings in einem miserablen Zustand. Es hatte den Rußen als Militärstützpunkt gedient und seitdem findet sich kein Investor, der die Renovierung übernimmt! Eigentlich schade, es liegt wirklich in einer herrlichen Umgebung!
Anschließend ging es nach Tartu, der Studentenstadt Estlands! Hier befindet sich eine der ältesten Universitäten im Baltikum und es leben unglaublich viele Studenten dort! Man hat ihnen zu Ehren eine Statue vor dem Rathaus aufgestellt: küssende Studenten im Regen!!!
Die spinnen hier echt! Dann gibt es noch ein schiefes Haus und mehr hab ich auch schon nicht gesehen! Wir hatten nur 1,5 h Zeit und der Hunger hat gesiegt! Wir waren beim Chinesen!!!
Hier ist alles wirklich noch richtig billig! Für Essen mit Bier: 70 EEK (das sind ca. 4,50)!
Das ist in Tallinn dann doch schon deutlich teurer! Klar, schon billiger wie bei uns daheim, aber in Tartu halt noch mal billiger!
Aber ich werd da sicher noch mal hinfahren und mir die Stadt anschauen und übernachten, abends soll dort ordentlich was los sein!!!
Für uns hieß es dann schon wieder Abschied nehmen vom Süden Estlands und die Rückreise nach Tallinn begann! War auch wieder eine sehr lustige Fahrt, shcließlich musste ja noch all der restliche Alkohol vernichtet werden!!! Good-bye, Magic-Wodka!
Das ging dann auch alles ganz schnell und ich war wieder daheim! Es war wirklich mit der beste Trip den ich hier gemacht hab! Ich hab soviel schöne Flecken gesehen, Interessante Sachen erfahren und unglaublich viel Spaß gehabt!!!
Ich denke, ich muß in diese Ecke Estlands nächsten Sommer noch einmal zurückkehren und die Natur im Sommer erleben. Vielleicht hat ja jemand Lust mich dann zu begleiten!
Bilder zu diesem Ausflug wird es auch wieder geben, in kürze aber erst! Muß mir erst noch die Bilder von Zoran und Guillaume holen!
Also, meine Lieben,
ma tervitan teid,
eure Astrid
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| 3 November | Tandem-Project | | Ma tervitan teid!
Gestern war das zweite Treffen vom Tandem-Cafe. Ich weiß nicht mehr so genau, ob ich schon mal darüber berichtet hab und euch darüber aufgekolärt hab, um was es sich dabei handelt!
Egal, ich fang einfach noch mal von vorne an :)
Also, dabei handelt es sich um ein Projekt bei dem man andere Studenten trifft, sich einen Partner auswählt und sich bei regelmäßigen Treffen gegenseitig seine Muttersprache beibringt! Es sind sehr viele Esten dabei, die sehr gut Deutsch sprechen und mit ihnen spielen wir dann meistens Tabu oder ähnliche spiele. Sie wollen hauptsächlich einfach nur die Sprache praktizieren. Das macht richtig Spaß! Im Gegenzug lernen wir Grundlegendes aus dem Estnischen, aber auch Fakten über Land, Leute und Kultur. Es sind auch einige dabei, die sich zu einem Spanisch-Estnisch-Zirkel zusammen getan haben.
Gestern gab es mal wieder ein get-each-other-know-game und danach ein Quiz über Estonia! Mein Team hat leider nicht gewonnen, aber wir haben einen Extrapreis für unsere typischen estnischen Klischees erhalten! Auch nicht schlecht, oder?
Das war mal wieder ziemlich lustig, so alles in allem! Das könnt ihr euch ja sicher vorstellen :)
Danach sind wir dann noch in eine andere Kneipe, um das Champions-League-Spiel Bayern München gegen Juventus Turin anzuschauen! Und natürlich waren auhc einige der Italiener anwesend! Und dann das! Wir haben doch glatt verloren, wie ihr ja alle selber wißt! Oh, mein Gott! Ich bin dann heim...
Also, ich geh jetzt mal was schaffen...
Viel Spaß und brav bleiben!
Nägemist,
Astrid
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| 1 November | Heni war da! (17.10.-27.10.05) | | Ja, ganz richtig! Ich hatte meinen nächsten Besuch! Heni kam mich vom 17.10.-27.10. besuchen.
Ich hab mich rießig gefreut wieder jemandem zeigen zu können, wie toll's hier doch ist! Es war nur einbischen schade, daß ich ja tagsüber immer arbeiten muß und nicht immer früher gehen konnte. So hatten wir eigentlich nur die Abende und natürlich das Wochenende für gemeinsame Unternehmungen! Das haben wir natürlich ausgenutzt!!!
Wir waren diesmal auch wieder in dem mittelalterlichen Restaurant "Olde Hansa" und diesmal hab ich auch Bilder von der Toilette gemacht!
Alle Bilder von der Zeit als Heni da war, werde ich auch wieder in einem Ordner für euch zusammenstellen!!! Dauert aber nich ein bischen! :)
Und wir waren auch desöfteren im "Beerhouse". Das ist eine Gasthausbrauerei hier in der Altstadt. Dort brauen sie Märzen, Pils und Helles, alles nach traditionell österreichischer (?) Art. Auf alle Fälle schmeckts!!!
Am Freitag waren wir dann noch ein bischen unterwegs...
Angefangen hat alles in der deutsch-französischen WG! Es gab Bier und Wodka und die Bilder und Geschichten von deren Trip nach Riga (Lettland) und Vilnius (Litauen). Danach sind wir ins Havanna! Wie immer, ist ja nur ein Katzensprung von dort aus! Und schließlich, weil wir nicht genug kiegen konnten noch ins Molly Malones. Dort sind wir auf eine Gruppe Briten gestoßen und das war noch ganz witzig. Allerdings wurde die Unterhaltung für mich mit steigendem ALkoholkonsum zunehmend schwieriger!!! Die reden einfach so komisch, diese Briten!
Irgendwann sind wir heim, wir wissen bis heut nicht, wie spät es war, aber auch egal, es war zumindest noch dunkel!
Der Samstag war dann eindeutig nicht unser Tag! Ich bin das erste Mal so gegen 16.00 Uhr aufgewacht und hatte Kopfschmerzen, so daß ich beschloß mich gleich wieder umzudrehen!!! Wir wollten eigentlich an diesem Tag nach Pirita rausfahren, ein bischen ans Meer. Aber das Wetter war eh nicht so toll und da haben wir den Tag nur mit Einkaufen und Kochen verbracht! Abends kam dann noch Katharina zu uns! Und das wars auch schon mit dem Samstag...
Für den Sonntag haben wir uns ein Auto gemietet und sind als erstes ganz in den Osten gefahren. Dort liegt die Stadt Narva. Mit eine der größten Stadte hier und liegt direkt an der Grenze zu Rußland. In Mitten der Stadt fließt ein Fluß, der die Grenze darstellt. Die Stadt hat einen irrsinnig hohen Rußenanteil, bestimmt 90%. Aber ist auch klar, da die Stadt ja jetzt 2-geteilt ist. Für die russischen Einwohner ist das nicht einfach, da sie für den Grenzübertritt auch immer ein Visum benötigen. Insgesamt ist das eine sehr arme Region und das spiegelt sich im ganzen Stadtbild wieder. Viel gibt es nicht zu sehen, außer der Hermansfeste, die genau gegenüber der Burg auf russischer Seite liegt. Dazu gibts Bilder!!!
Was gabs noch?
Das alte Rathaus, was wieder hergerichtet wurde und 2 Kirchen. Die eine befindet sich gerade im Renovierungsprozeß und war nicht zugänglich und die andere, eine orthodoxe, konnten wir nicht anschauen, die war auch irgenwie zu!!!
Na dann haben wir uns halt noch relativ kurzem Aufenthalt wieder auf den Rückweg gemacht! Schließlich hatten wir noch weitere Stops eingeplant!
Als erstes gings an die Steilküste von Ontika. Dort ist die Küste teilweise bis zu 50 m über dem Meeresspiegel. Das ist hier schon ziemlich hoch, wenn man bedenkt, die größte Erhebung sind 318 m.
Leider hat es dann angefangen zu regnen und wir sind auch gleich weiter zu dem größten Wasserfall in Estonia. Ca. 20 m!!! Im Winter muß das herrlich sein. Man kann dann dort Eisklettern!
Und schon gings weiter nach Toolse. Katharina hatte im Reiseführer gelesen, da wäre eine Burgruine direkt am Meer. Auf dem Weg dorthin, kommt man durch Kunda! Das ist wohl die schrecklichste Stadt, die ich je gesehen hab! Dort gibt es nur eine rießige Fabrik und jede Menge Plattenbauten...sonst einfach nix!!! Auch der Reiseführer beschreibt die Stadt als das Ende der Welt und verrät, daß es vor einigen Jahren noch schlimmer war. Da waren noch keine Luftfilter in den Schornsteinen der Zementfabrik eingebaut und die ganze Stadt war von einer Staubshcicht überzogen!!! Oh mein Gott!!! Wir wollten nur weg, wieder das schöne Estonia sehen!
Und dann kamen wir nach Toolse. Da swar wirklich toll! Eine Burgruine und Piratenschiffe!!! Und direkt am Meer...
Außer uns war natürlich wiedermal keiner da! Und wir hatten den ganzen tollen Abenteuer-Spielplatz für uns ganz alleine!
Dann gings weiter zu dem Lahemaa Nationalpark! Ich war dort zwar schon mal, aber er ist so groß, das man eh nicht alles auf einmal sehen kann! Diesmal haben wir uns die alten Herrenhäuser angeschaut. Ein bischen blöd war nur, daß es shcon rehct spät war und die Dämmerung bereits eingesetzt hat! Die erste Anlage konnten wir gerade noch ebi Tageslicht erreichen und es war schon sehr beeindruckend dort. Aber schon bei der zweiten war es dunkel und eigentlich war diese wohl noch schöner, allerdings konnten wir das schon nicht mehr wirklich erkennen! Schade! Wir waren dann noch bei dem wohl größten Gutshaus in der Region!
Also, kleiner Tip für alle die da mal hin wollen:
Macht den Trip bei Tageslicht!!!
Aber alles in allem haben wir bei diesem Trip mal wieder wunderschöne Ecken Estlands entdeckt. Aber auch mal die andere Seite kennengelernt! Und das gehört schließlich auch zu diesem Land!
Heni hat dann noch ein paar weiter Ausflüge unternommen. Sie war auf dem Fernsehturm hier in Tallinn und auch noch in St. Petersburg! Dies werde ich auch noch beides machen! Den Fernsehturm werd ich gleich als nächstes in Angriff nehmen, wenn meine Schwester in 2 Wochen kommt! Das soll sehr aufregend sein! Ein 25 Jahre alter Aufzug nach russischer Bauart erwartet einen, um hinauf zu kommen... Birgit, das schaffen wir doch, oder?
Ich freu mich schon drauf :)
Es war für mich wiedermal eine tolle Zeit! Ich hoffe, Heni, du hattest auch deinen Spaß hier und konntest einige schöne Ecken Estlands kennen lernen!
Für mich ist jetzt wieder der Alltag eingekehrt, ich arbeite und lerne fleißig estnisch!
Viel Spaß daheim und dann bis zum nächsten Bericht! Ich hoffe, ich schaffe es noch diese Woche ihn zu schreiben, nur soviel an dieser Stelle: Ich war in Südestland, der wohl schönsten Gegend im ganzen Land und es war einer der besten Trips hier!!!
Also dann bis bald!
Nägemist
Astrid | |
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